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Der namhafte Violinist Giovanni Battista Viotti prägte den Leitspruch «Le violon, c‘est l‘archet» („Die Geige, das ist der Bogen“). Damit wird die herausragende Bedeutung des Bogens auf das Spiel, aber auch auf den Klang der Streichinstrumente sehr gut definiert. Anscheinend wurde der Einfluss des Bogens auf den Klang der Geige schon zu Zeiten Viottis stark unterschätzt, was ihn vielleicht zu diesem Ausspruch veranlasst haben mag.



Geigenbogen - nur für Violinen optimal

Sicherlich wissen Sie, dass die Geige oder Violine nicht das einzige Instrument ist, bei dem die Saiten mit einem Violinbogen gestrichen werden. Zu der großen Familie der Streichinstrumente gehören auch die Bratsche, die Fiddle, aber auch Cello, Kontrabass und noch weitere. Die Viola, auch Bratsche genannt, ist deutlich kleiner als eine Geige bzw. Violine. Die Fiddle ist hingegen oftmals identisch mit der Violine, verfügt aber über einen besonders flachen Steg, um zusätzliche Griffe zu ermöglichen. Auch die fünfsaitige Fiddle ist verbreitet, ebenso wie weitere Varianten mit zusätzlichen Resonanzsaiten. Auch wenn sich die Spielweise bei Streichinstrumenten dieser Familie zum Teil stark ähnelt, sind allein schon aufgrund der baulichen Unterschiede auch speziell für das jeweilige Instrument geeignete Bögen notwendig. 

Was macht einen guten Geigenbogen aus?

Die Geige oder Violine wird gestrichen, außer es werden Pizzicato-Passagen gespielt - dann werden die Saiten ausnahmsweise gezupft. Der Slip-Stick-Effekt sorgt dafür, dass der Geigenbogen dem Instrument überhaupt einen Ton entlocken kann. Das aufgezogene Rosshaar, mit dem die Saiten gestrichen werden, muss vor dem ersten Spielen mit Kolophonium behandelt werden, um ausreichend Haftkraft zur Saite zu besitzen. Wird der so präparierte Violinbogen über die Saiten gezogen, werden die Schwingungen erzeugt, die den Ton ausmachen. Trotz ihrer Ähnlichkeit unterscheiden sich die Bögen für Violine, Bratsche und Violoncello beispielsweise hinsichtlich ihrer Form. Diese kann entweder rund oder achteckig sein. Zudem sind Cello- und Kontrabassbögen meist deutlich länger als Bratschen- oder Violinbogen. Ein guter Geigenbogen ist robust, denn er muss die hohe Spannung, die das Rosshaar ausübt, aushalten. Widerstandsfähige Materialien, wie Hartholz und Carbonfaser sind daher besonders geeignet. Zu den häufig verwendeten Harthölzern für den Violinbogen gehören Brasil- oder Fernambukholz. Dem Frosch kommt dabei eine wichtige Bedeutung im Violinbogen zu. Er hält die bis zu 250 Rosshaare am Platz und sorgt auch bei Belastung dafür, dass sie sich weder lockern noch reißen. Meisterbögen tragen üblicherweise die Signatur ihres Bogenbauers auf den silbernen Beschlagteilen direkt oberhalb des Frosches. 

Wie man einen Geigenbogen auswählt

Bei einem Holzbogen ist darauf zu achten, dass die Maserung an der Bogenstange durchgehend ist und keine deutlich sichtbaren Fehler aufweist. Diese sind Sollbruchstellen, die für eine kurze Haltbarkeit des Bogens verantwortlich sind. 
Bogenspitze und der Frosch müssen auf einer Ebene liegen - ein Umstand, der sich auch beim Spannen des Rosshaars nicht ändern sollte. Auch die Krümmung des Bogens in ungespanntem Zustand ist zu prüfen. Diese sollte eine deutliche Krümmung aufweisen. Wird der Violinbogen gespannt, bleibt die Bogenstange gekrümmt und wird nicht gerade gezogen. 
Auch die Bespannung sollte genau begutachtet werden. Sie sollte auf keinen Fall zu dünn wirken, denn sie sind verantwortlich für den Klang. Ob Holz- oder Carbonbogen ist oftmals eine Geschmackssache, da sich der Carbonbogen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt hat. 

Welche weiteren Bogenvarianten gibt es?

Um ein schönes Klangbild zu erhalten ist auch das Eigengewicht des Bogens signifikant. Ein Geigenbogen wiegt zwischen 59 - 60 Gramm, Bratschenbögen liegen bei etwa 69 Gramm, Cellobögen dagegen zwischen 80 - 84 Gramm. Mit zwischen 130 - 140 Gramm sind Kontrabassbögen wahre Schwergewichte. Die gute Ausbalancierung ist bei Geigenbögen natürlich wichtig, damit das Spielen mühelos gelingen kann. Trotz aller Neuentwicklungen in Sachen Violinbogen stehen dennoch Meisterbögen nach wie vor an oberster Stelle, wenn es um ein optimales Klangerlebnis geht. Um diese Investition werden vor allem Profis und ambitionierte Hobbyisten nicht herumkommen. 

Welcher Geigenbogen ist der beste?

Einen einzigen optimalen Geigenbogen, der für alle Musiker gleichermaßen geeignet ist, wird es kaum geben können, da die individuellen Vorlieben und Techniken einfach zu unterschiedlich sind. Eine gute Auswahl an Bögen gibt es hier im Shop - jetzt entdecken und neue Klangerlebnisse genießen!